Siegerinnen 2009

Gertrude Mattes

Trude Mattes erblickte am 13. Februar 1929 das Licht der Welt. Ein Geburtsdatum, das der agilen Seniorin übrigens weder anzusehen noch anzumerken ist. Frau Mattes ist ein echtes „Kind des 15ten und der Pfarre Rudolfsheim", wuchs sie doch in der Märzstraße auf, besuchte mehrere Schulen im Bezirk und musste miterleben, wie ihr Haus bei einem der letzten Bombenangriffe im Februar 1945 großteils zerstört wurde. Nach bestandener HAK-Matura am Karlsplatz wurde sie 1947 gefragt, ob sie sich eine Mitarbeit in der Pfarre Rudolfsheim vorstellen könne. Dass ihre Mitarbeit schlussendlich mehrere Pfarrer überdauern sollte, konnte Frau Mattes damals noch nicht vorausahnen, denn von 1947 bis 1989 arbeitete sie hauptberuflich als Seelsorgerin bzw. Pastoralassistentin und manchmal auch als „Mädchen für alles" für die Pfarre.
Sie leitete unter anderem Kinder- und Jugendgruppen, bereitete auf die Erstkommunion, war für die Ministrantenseelsorge zuständig und wurde so zum Herz und der guten Seele der Pfarre Rudolfsheim. Mit ihrer Pensionierung im Jahr 1989 war aber noch lange nicht Schluss, denn für Frau Mattes ist ihr Beruf eine Art Berufung und noch bis heute hilft sie von Montag bis Freitag jeweils vormittags in der Pfarre aus und kümmert sich als Pensionistenseelsorgerin um ihre SeniorInnengruppe, die sie seit 27 Jahren betreut und auch noch in den nächsten Jahren betreuen wird.


Elfriede Rauscher


Elfriede Rauscher - besser bekannt als „Kraut-Elfi" - wurde am 3. März 1946 in Großhöflein im Burgenland geboren. Nach absolvierter Hauptschule wollte sie Schneiderin werden, da sie aber mithelfen musste, ihre Geschwister zu erhalten, konnte sie sich diesen Wunsch nicht erfüllen. Ihren anderen großen Wunsch - eines Tages einen Marktstand zu besitzen - konnte sie jedoch 1995 realisieren, als sie einen Stand am Meiselmarkt übernahm und sich seither als Kraut-Elfi einen Namen weit über die Bezirksgrenzen hinaus gemacht hat. Apropos Bezirksgrenzen: Seit 2000 ist Frau Rauscher eine „echte" Rudolfsheim-Fünfhauserin.
Neben ihren Kraut- und Einlegespezialitäten ist die sehr lebenslustige Marktstandlerin vor allem für ihr soziales Engagement bekannt, initiiert sie doch immer wieder Sozialprojekte wie etwa Spendensammlungen fürs St. Anna Kinder Spital. Aktuell hat Frau Rauscher einen Dauerflohmarkt vor ihrem Geschäft eingerichtet, wobei der Erlös einem gehörlosen Buben aus dem Burgenland zugute kommt. Das Besondere: Kraut-Elfis Kundschaften bringen die Flohmarktsachen vorbei, und Frau Rauscher verkauft diese wiederum. So kommen jährlich rund 500 Euro zusammen. Die passionierte Rapid-Anhängerin ist überhaupt eine Art gute Seele für die Marktstandler am Meiselmarkt, hilft sie doch stets dort, wo Not an der Frau ist.